Orientierung am Kind

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Lernen ist für Kinder nur dann möglich, wenn sie sich persönlich angenommen fühlen, mit allen Facetten ihrer Persönlichkeit und Entwicklungsbedingungen. Selbstwertstärkung und Aufbau eines Gemeinschaftsgefühls sind dazu unerlässlich. Dies ist auch ein wichtiger Ansatz bei den Kontakten mit den Eltern, die wir bei dem Umgang mit ihren Kindern entsprechend unterstützen.

Parallel zur Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit ist Leistungsbefähigung wesentliches Ziel unserer Arbeit. Fortschritte bei der Leistungsentwicklung müssen individuell betrachtet und beurteilt werden. Das persönliche Gespräch mit Kindern und Eltern und kommentierte Leistungsberichte haben Vorrang vor abstrakter Benotung in Form von Ziffern, die die „guten Schüler" nicht zur Leistungssteigerung anregt und „schlechte Schüler" immer wieder entmutigt. Deshalb werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, so weit wie möglich auf Zensuren zu verzichten zugunsten von persönlich formulierter Beratung und Beurteilung. Jedes Kind hat das Recht, stolz auf die von ihm erbrachten Leistungen zu sein.

Durch den Verlust der unmittelbaren Erfahrungen (veränderte Lebenswirklichkeit) muss die Schule immer mehr Lebens- und Erfahrungsräume für die Kinder schaffen. Dazu gehören: Offene Unterrichtsformen, die Einbeziehung außerschulischer Lernorte und die Planung und Durchführung von Festen. Sie geben neben der individuellen Gestaltung der Klassenräumen unserer Schule ihr „Gesicht". Um alle Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen und sozialen Voraussetzungen zu fördern, spielen neben dem traditionellen Frontalunterricht offene Unterrichtsformen eine wichtige Rolle. Verschiedene Angebote fordern Eigentätigkeit und Selbstverantwortung. Produktives, kreatives und entdeckendes Lernen fördert den zwischenmenschlichen Umgang. Dem Tätigkeits- und Bewegungsdrang des Kindes wird durch das Lernen mit allen Sinnen und Einbezug der Förderung der gesunden Entwicklung des kindlichen Körpers und entsprochen.

Die gemeinsamen Erfahrungen (Aufnahme von Beziehungen zu Mitmenschen, Fähigkeit zu selbstständigem, verantwortungsbewusstem und sozialem Handeln) werden ergänzt und verstärkt durch vielfältige Einbeziehung von Eltern. Sie sorgen so für ein Klima der gemeinsamen Verantwortung von Kindern, Lehrern und Eltern.